Call for Papers: Umweltsoziologie in Trier

27. Januar 2014

Die Sektion ›Umweltsoziologie‹ ist beim diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Trier mit zwei Sessions vertreten – eine davon erfolgt wie in den Jahren zuvor in Kooperation mit der Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie (NGU) und trägt den Titel »Metamorphosen der ökologischen Krise«:

Anstelle von lokalen und direkt erfahrbaren Formen der Umweltverschmutzung, die auch vor Ort bekämpft werden können (z.B. die Verunreinigung von Flüssen und Seen), rücken zunehmend ökologische Problemstellungen ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit, die eine globale Dimension aufweisen und insofern in vielen Aspekten nur noch indirekt – vermittelt durch wissenschaftliche Studien und die Berichterstattung in den Massenmedien – erfahrbar werden. […] Die gemeinsame Sektionsveranstaltung der Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie (NGU) und der DGS-­Sektion ›Umweltsoziologie‹ nimmt die Veränderungen in der gesellschaftlichen Beschreibung von ökologischen Krisen und ihren Verursachungszusammenhängen in den Blick. Dabei stehen nicht nur historische, regionale sowie diskursspezifische Unterschiede in der Problemdarstellung im Fokus der Betrachtungen, sondern auch der Wandel damit einhergehender Bearbeitungsformen und Konfliktlinien.

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Nutzung tagesaktueller Medien nach Altersgruppen 2005–2013

9. Januar 2014

Die tägliche Mediennutzungsdauer steigt hierzulande seit Jahrzehnten beständig an (siehe: Mediennutzung: Tendenz steigend…). In den Medienpräferenzen gibt es freilich signifikante Unterschiede zwischen den Altersgruppen, wie die nachfolgende Grafik und eine Tabelle zu den diesbezüglichen Verschiebungen seit 2005 zeigt.

Mediennutzung 2013

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Querverweis: Illusion der Regulierung (Räwel)

1. Januar 2014

In einem aktuellen Telepolis-Diskussionsbeitrag setzt sich Jörg Räwel mit der immer wieder aufkommenden Forderung nach einer Regulierung der Finanzmärkte auseinander und kennzeichnet diese – aus systemtheoretischer Sicht – als Illusion:

»Es sollte deutlich geworden sein, dass mit der abstrakten Forderung, die Finanzmärkte zu ›regulieren‹, der Politik ein wirtschaftliches Detailwissen aufgebürdet werden soll, das sie nicht nur gegenwärtig nicht hat, sondern, gemäß der Logik ihres politisches (und eben nicht: wirtschaftlichen) Funktionierens, nie haben kann. Es handelt sich um eine unrealistische Forderung.
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German Media Outlook: Schrittweiser Wandel

28. Dezember 2013

Der Einleitungsbeitrag unseres Bandes »Internet, Mobile Devices und die Transformation der Medien« (Berlin 2013) kam zu dem Schluss, dass sich der derzeitige Medienwandel entgegen gängiger Narrative »nicht als radikaler Bruch in kurzer Frist« vollzieht, sondern als asynchroner, »sukzessiver und vielschrittiger Rekonfigurationsprozess, der sich über längere Zeiträume […] erstreckt«, da größere sozioökonomische bzw. institutionelle Veränderungen nach wie vor verhandlungs- und zeitintensiv sind.

Neues Zahlenmaterial in diese Richtung liefert der in Q4/2013 erschienene »German Entertainment and Media Outlook« von PricewaterhouseCoopers, dessen Ergebnisse sich u.a. in einigen Vortragsslides zu den Medientagen München finden:
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Kurz notiert: Rezension zu »Politik und Wissenschaft im Technikwandel«

13. Dezember 2013

Der im Kontext einer Nachwuchstagung des Arbeitskreises »Politik, Wissenschaft und Technik« der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft entstandene Sammelband »Politik und Wissenschaft im Technikwandel – Neue Interdisziplinäre Ansätze« (Berlin 2012) ist durch das Portal für Politikwissenschaft rezensiert worden:
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Splitter: Das Ende der Anonymität

26. November 2013

In den Blättern für deutsche und internationale Politik ist vor einigen Wochen im Kontext des Bandes »Daten, Drohnen, Disziplinen« ein Gespräch zwischen dem polnisch-britischen Soziologen Zygmunt Bauman und dem kanadischen Soziologen David Lyon erschienen, in dem es u.a. um das Ende der Anonymität, das Verhältnis zwischen Öffentlichkeit und Privatheit sowie um die Rolle des Konsumenten in der Internetgesellschaft geht. Der Grundton ist – gelinde gesagt – pessimistisch:
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Long live the Quiet* – Schüchternheit in der Netzwerkgesellschaft (Literaturhinweis)

16. November 2013

Urs Stäheli hat im aktuellen Merkur einen Artikel mit dem Titel »Die Angst vor der Gemeinschaft – Figuren des Schüchternen« veröffentlicht, der sich mit der Problematisierung der Schüchternheit in der Netzwerkgesellschaft auseinandersetzt:

»Schüchternheit gilt nun nicht mehr nur als das Versagen oder Leiden eines Einzelnen, sondern sie wird zum Problem einer […] urbanisierten Gesellschaft; einer Gesellschaft, in der traditionelle Gemeinschaften erschüttert werden, gleichzeitig aber auch neue Formen des Gemeinschaftlichen entstehen. […] Die Figur des Schüchternen steht nun für jenen, der sich […] dem Imperativ zur Vernetzung zu entziehen sucht. Der Schüchterne weist durch sein Verhalten die Anforderung, ständig und mit jedem kommunizieren zu können, zurück.«

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