ARD/ZDF-Massenkommunikation Trends 2019

8. September 2019

Seit 2017 erheben die ARD/ZDF-Massenkommunikation Trends jährlich Referenzdaten zur Mediennutzung (als Ergänzung zur nach wie vor alle 5 Jahre erscheinenden ARD/ZDF-Massenkommunikation Langzeitstudie). Einige Kernergebnisse (n=2000) für dieses Jahr (vgl. MediaPerspektiven 7-8/2019):

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AWA Studie 2019 kompakt

25. August 2019

Im Sommer ist die diesjährige Ausgabe der seit 1959 durchgeführten Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) zu den Konsum- und Mediengewohnheiten der deutschen Bevölkerung (23.318 Befragte; Herbst 2018 / Frühjahr 2019; Grund­gesamtheit: deutschspr. Bevölkerung ab 14 J.) erschienen. Ausgewählte Ergebnisse:

Rezeption tagesaktueller Nachrichten

  • Ein wachsender Anteil der jüngeren Altersgruppen informiert sich nicht (mehr) regelmäßig über das aktuelle Nachrichtengeschehen: Lediglich 45 Prozent der 14- bis 19-Jährigen und 67 Prozent der 20- bis 29-Jährigen gaben an, sich gestern über das aktuelle Geschehen informiert zu haben. In den Altersgruppen ab 40 waren es hingegen 80 bis 90 Prozent.
  • In der Langfristbetrachtung zeigt sich, dass das Interesse an tagesaktuellen Nachrichten zumindest zum Teil auch an die jeweilige Lebensphase gekoppelt zu sein scheint: 2004 gaben 55 Prozent der 14-19-Jährigen an, sich über das aktuelle Geschehen täglich zu informieren. Diese Befragten fielen heute in die Altersgruppe der 30- bis 34-Jährigen, die Ende 2018/Anfang 2019 zu 75 Prozent angaben, am Tag zuvor tagesaktuelle Nachrichten abgerufen zu haben.
  • Im »Glaubwürdigkeitsranking« liegen das öffentliche TV und Radio (70 bzw. 64 Prozent), Lokalzeitungen und überregionale Zeitungen (64 bzw. 61 Prozent) sowie Wochenmagazine und -zeitungen weit vor Onlineangeboten von klassischen Medienanbietern wie z.B. Spiegel Online (20 Prozent), Privatfernsehen (15 Prozent), Angeboten von Online-Diensten (8 Prozent) sowie Blogs, Foren und Social-Networking-Diensten (8 bzw. 7 Prozent).
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Splitter: »Das Phänomen Sharing Economy am Beispiel des Foodsektors«

26. Juli 2019

Im Juli 2019 ist das HBS Working Paper Forschungsförderung 145 mit dem Titel »Das Phänomen Sharing Economy am Beispiel des Foodsektors« von Jasmin Schreyer erschienen. Weitere Informationen


Querverweis: »Reframing Platform Power«

23. Juli 2019

José van Dijck und Kollegen haben im OA-Journal Internet Policy Review jüngst den Artikel »Reframing Platform Power« veröffentlicht und schlagen darin drei paradigmatische Reorientierungen vor:

»First, academics and policymakers need to deliver a more precise analysis and nuanced assessment of how the integrated ecosystem of platforms functions. […] Such analyses can become more concrete when starting with an inquiry into selected areas of infrastructural power […]. But rather than examining them as single markets run by single proprietary ecosystems in the interests of consumers, it is essential to approach them as part of an integrated ecosystem inhabited by citizens who have become fully dependent on these systems for governing their personal and collective wellbeing.

Secondly, nuanced analyses of power in the integrated platform ecosystem can help articulate a cohesive set of governance principles, both at the EU-level as well as at national and local levels. New EU-reports evaluating approaches to platforms and data are beginning to show an awareness towards integrated societal interests […]. And at the local level, there is a growing awareness that cities and civil society organisations play a vital role in communal efforts to govern the platform society […].

Thirdly, an analytic reframing of platform power could nourish efforts in various countries to harmonise, expand, and update current regulation. Harmonising single regulatory frameworks for antitrust, consumer, and competition law with recent updated frameworks that address privacy, media regulation, and net neutrality may be a first step towards an integrative approach […].«


Digital News Report 2019

26. Juni 2019

Der Reuters Institute Digital News Report 2019 ist erschienen und bietet wie in den Jahren zuvor einen Überblick zur weltweiten Rezeption von Nachrichtenangeboten und Nutzung der unterschiedlichen Medienkanäle in der individuellen Versorgung mit tagesaktuellen Informationen: Hier die wichtigsten Links dazu:

Einige Kernergebnisse:

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The Promise of Technological Decentralization

24. Januar 2019

In Society ist der kompakte Artikel »The Promise of Technological Decentralization. A Brief Reconstruction« erschienen, der sich mit der Entstehungsgeschichte der Vorstellung einer Dezentralisierung sozioökonomischer Koordinationsweisen durch technische Strukturen beschäftigt – von der Do-it-yourself-Szene der späten 1960er-Jahre über die Counter-Computer-Kultur der 1970er- und 1980er-Jahre, die Debatten um das Web (2.0) in den 1990er- bzw. 2000er-Jahren bis hin zu gegenwärtigen Ideen dezentralisierter und distribuierter Wirtschaftsweisen.


Kurz notiert: Rezension zu »Kollektivität und Macht im Internet«

7. Dezember 2018

Vor kurzem ist eine Rezension von Jan-Hinrik Schmidt zum Buch »Kollektivität und Macht im Internet« (Dolata & Schrape 2018) in der Zeitschrift Medien & Kommunikationswissenschaft erschienen (Rezension als Blogbeitrag):

»Die Lektüre […] lohnt sich meines Erachtens, weil sie in vielen Aspekten hochgradig anschlußfähig an kommunikationswissenschaftliche Theorien und Modelle sind. Die akteurstheoretischen Ausführungen des ersten Beitrags etwa lassen sich m.E. gut mit dem sozialkonstruktivistischen Konzept der kommunikativen Figuration von Hepp/Hasebrink (2017) verbinden, aber auch an die masse- und komplexitätstheoretischen Überlegungen von Neuberger (2017) oder Waldherr anknüpfen. Und die Ausführungen zur Macht von Plattformen und Informationsintermediären (einschließlich möglicher Alternativen) sind für alle hilfreich, die sich mit der Frage befassen, wie digitale Medien gegenwärtig Öffentlichkeit und Meinungsbildung wie auch alltägliche Sozialität prägen


Verteilte Innovationsprozesse

4. Dezember 2018

Inzwischen ist der Artikel »Verteilte Innovationsprozesse« (SpringerlinkPreprint) im projektierten Handbuch Innovationsforschung erschienen, der einen Überblick über die Konzepte der Collective Invention, User Innovation und Open Innovation gibt. Nachfolgend ein kurzer Einstieg:

Das Konzept der Open Innovation wurde durch den US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Henry W. Chesbrough eingeführt und bezeichnet die Öffnung vormals organisationsinterner Innovationsprozesse. Seine Popularität gründet zum einen auf dem Versprechen, Innovationsprozesse zu dezentralisieren und damit kostengünstiger sowie transparenter zu gestalten. Zum anderen bietet das Paradigma der Open Innovation eine mögliche Antwort auf die Frage, wie Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit in Wirtschaftssektoren absichern können, die – wie z.B. die internationale Softwareindustrie – durch sehr kurze Innovationszyklen gekennzeichnet sind. Dass Organisationen ihr Wissen auch außerhalb formaler Kooperationen miteinander teilen, ist allerdings ebenso wenig ein neues Phänomen wie der prägende Einfluss spezifischer Nutzergruppen, die zu der Weiterentwicklung von Produkten beitragen: Den unternehmerischen Wissensaustausch zu Beginn von Innovationsprozessen beschrieb bereits Robert C. Allen (1983) als Collective Invention; das Phänomen innovierender Anwender hat Eric von Hippel (1976) früh auf den Begriff der User Innovation gebracht.

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