Digitale Transformation

12. Mai 2021

Für die Reihe Einsichten: Themen der Soziologie habe ich einen kompakten Studienband mit dem Titel »Digitale Transformation« verfasst. Dieser Band ist nun bei Transcript und bei UTB erhältlich (leider nicht Open Access). Aus der Einleitung:

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Kurz notiert: Digitalisierung und Technikfolgenabschätzung

7. Mai 2021

Der Band »Technikfolgenabschätzung. Handbuch für Wissenschaft und Praxis« (Hg. von Stefan Böschen, Armin Grunwald, Bettina-Johanna Krings und Christine Rösch) ist erschienen. Darin findet sich auch ein Beitrag von mir zum Themenfeld »Digitalisierung und Technikfolgenabschätzung«:

Der Beitrag zielt in einem ersten Schritt darauf ab, die aufeinander aufbauenden Phasen der digitalen Transformation sowie die Beiträge der TA in den Diskussionen um die Bewertung ebendieser technikinduzierten Veränderungen nachzuzeichnen. In einem zweiten Schritt werden die grundsätzlichen Ambivalenzen der Digitalisierung sowie die damit verknüpfte Potenziale und Herausforderungen für die TA als Forschungs- und Wissensfeld herausgearbeitet. Das abschließende Kapitel bietet einen Ausblick auf künftige Trends (u.a. KI).


Digitale Plattformen in kommerziellen und gemeinwohlorientierten Arbeitszusammenhängen

17. April 2021

Der Abschlussbericht unseres Projekts zu digitalen Plattformen in kommerziellen und gemeinwohlorientierten Arbeitszusammenhängen (2017–2020) ist als Study 460 der Hans-Böckler-Stiftung erschienen. Klappentext:

Diese Studie nimmt den Einsatz von digitalen Plattformen in kommerziellen und gemeinwohlorientierten Arbeitszusammenhängen in den Blick. Ausgehend von Fallstudien zu neuen Formen der kollaborativen Herstellung und Entwicklung sowie zu kommerziellen und gemeinwohlorientierten Ausprägungen der Plattformarbeit untersucht sie das veränderte Zusammenspiel von technischen und sozialen Strukturierungsleistungen in der Koordination von Arbeit. Daran anknüpfend fragt die Studie nach dem arbeitspolitischen Regelungsbedarf, der sich aus den betrachteten Rekonfigurationen ergibt.


Kurz notiert: Irritationsgestaltung in der Plattformöffentlichkeit

3. April 2021

Der Band »Digitaler Strukturwandel der Öffentlichkeit« (hg. von Mark Eisenegger, Marlis Prinzing, Patrik Ettinger und Roger Blum) zum 15. Mediensymposium ist erschienen. Darin findet sich auch mein Beitrag »Irritationsgestaltung in der Plattformöffentlichkeit«. Abstract:

Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, welche veränderten Irritationspotenziale für zivilgesellschaftliche Initiativen mit der digitalen Transformation der Gesellschaft verbunden sind. Der erste Abschnitt diskutiert die sich wandelnden soziotechnischen Infrastrukturen der öffentlichen Kommunikation. Der zweite Abschnitt beleuchtet anhand empirischer Fallskizzen, welche Problemstellungen der zivilgesellschaftlichen Irritationsgestaltung sich in diesem veränderten Umfeld unkomplizierter überwinden lassen und welche Probleme neu entstehen. Daran anknüpfend expliziert der Beitrag die These, dass trotz des medientechnischen Infrastrukturwandels basale Selektionsschwellen in der gesellschaftlichen Gegenwartsbeschreibung erhalten bleiben, deren Überwindung ein hohes Maß an kommunikativer Persistenz verlangt.


Betreff: Lehre an Universitäten während der Pandemie

24. März 2021

Im April starten die Universitäten in das dritte digitale Semester dieser Pandemie. Und die Hoffnung, dass es das letzte Semester dieser Art sein wird, schwindet. Anfang des Wintersemesters hatte ich gehofft, dass ich vielleicht schon in den Veranstaltungen im Sommersemester 2021 einige kleinere Austauschrunden in Co-Präsenz anbieten kann. Ende 2020 traten die Mutante B.1.1.7 und weitere Varianten von SARS-CoV-2 auf den Plan – und diese Perspektive war Makulatur. Derzeit hege ich noch die Hoffnung, dass das Wintersemester 2021/22 zumindest wieder teilweise in direkter Face-to-Face-Interaktion stattfinden kann – sofern sich die Impfkampagne beschleunigt und keine weiteren Mutationen auftreten, denen vorhandene Vakzine nicht gewachsen sind. Es erscheint allerdings inzwischen nicht unwahrscheinlich, dass auch im Herbst noch kein regulärer Universitätsbetrieb möglich sein wird.

Für viele Studierende könnte das bedeuten, dass weit über die Hälfte ihres Studiums im digitalen Raum bzw. als De-Facto-Fernstudium verlaufen wird. Abgesehen davon, dass dadurch eine wichtige Lebensphase (das Student*innenleben in seiner ganzen Breite) wegfällt, gehen damit zentrale universitäre Erfahrungsräume verloren.

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Call for Papers: Jugend und Digitalisierung

1. Februar 2021

In dieser Veranstaltung der DGS-Sektionen Jugendsoziologie und Wissenschafts- und Techniksoziologie sowie der ÖGS-Sektion Technik- und Wissenschaftssoziologie im Rahmen des gemeinsamen Kongresses der Deutschen und Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (August 2021) möchten wir das Verhältnis von Jugend und Digitalisierung ausloten und jugendsoziologische Positionen mit techniksoziologischen Betrachtungen zur Aneignung digitaler Medien in jüngeren Altersgruppen sowie zu den Wechselwirkungen von sozialen und technischen Wandlungsprozessen in Bezug setzen. Wir freuen uns über empirische oder konzeptuelle Beiträge, die u.a. folgende interagierende Themenfelder adressieren:

  • Digitalisierung und Sozialisation: Auch wenn Jugendliche heute wie selbstverständlich in eine digitalisierte Gesellschaft hineinwachsen und als ›digital natives‹ bezeichnet werden, gehen damit nicht automatisch erhöhte Medien- und Datenkompetenzen oder grundlegend veränderte Nutzungs- und Rezeptionsweisen einher. Vielmehr lassen sich in unterschiedlichen Milieus divergente Verwendungs- und Kompetenzmuster erkennen. Wie lässt sich das Verhältnis zwischen sozialer Lage, jugendlichen Identitätsentwürfen, Prozessen der Selbstsozialisation sowie digitalen Möglichkeitsräumen konzeptualisieren? Welche empirischen Erkenntnisse liegen dazu bislang vor?
  • Digitalisierung und soziale Ungleichheit: Wie wirken sich verschiedene soziokulturelle und sozioökonomische Rahmenbedingungen auf die Teilhabemöglichkeiten Jugendlicher im digitalen Raum aus? Im Verlauf der Covid-19-Pandemie ist etwa eine hohe Ungleichheit schon bei den Zugangsbedingungen offenkundig geworden (z.B. wenn sich Familien auf engen Raum wenige digitale Endgeräte und eine begrenzte Online-Bandbreite einteilen müssen). Und umgekehrt: Inwiefern verstärken sich mit der Digitalisierung eingespielte (z.B. geschlechterspezifische) Ungleichverteilungen hinsichtlich materieller und immaterieller Ressourcen bzw. individueller Berufs- und Lebenschancen?
  • Digitalisierung und Alltagspraktiken: Auf welchen lebensweltlichen Feldern (z.B. Politik, Bildung, Freizeit, Konsum) sind Jugendliche eher Trendführende und Profiteure oder vice versa eher Betroffene und Gefährdete der Digitalisierung? Welche neuen Formen der Jugendkultur sind im Verlauf der digitalen Transformation neu entstanden und durch welche Ausdrucksweisen zeichnen sich diese aus? Welche jugendkulturellen Ausprägungen haben an Bedeutung verloren? Welche jugendlichen Alltagspraktiken lassen sich heute nur noch im Spiegel medientechnologischer Arrangements verstehen? Sind alltägliche und subkulturelle jugendliche Austausch- und Darstellungsmuster im Online-Kontext heute für die empirische Analyse zugänglicher als dies früher der Fall war?

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Öffentliche Kommunikation: Macht zentraler Plattformbetreiber

10. Januar 2021

Der Twitter-Account @realdonaldtrump wurde am 8. Januar 2021 durch die Plattform dauerhaft gesperrt. Donald Trump hat damit ein Sprachrohr verloren, das seinen Wahlkampf ab 2015 und seine Präsidentschaft ab 2017 maßgeblich mitbestimmt hat. CNN titelte treffend: »The toxic, symbiotic relationship between Trump and Twitter is finally over«.

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Karl Jaspers über Max Weber (1920)

27. Dezember 2020

Am 14. Juni 1920 ist Max Weber (geb. 1864) verstorben. Am 17. Juli veranstaltete die Heidelberger Studentenschaft eine akademische Trauerfeier, zu welcher der Psychiater und Philosoph Karl Jaspers (1883–1969) eine Rede beisteuerte. Jaspers war seit seiner Studentenzeit mit Weber befreundet und trug maßgeblich zur posthumen Einordnung von Webers Gesamtwerk bei. Jaspers’ Rede ist mir vor einigen Tagen in einem Band von 1951* in die Hände gefallen. Einige Ausschnitte:

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Tagung: Wissenschafts- und Techniksoziologie in der digitalisierten Gesellschaft

20. November 2020

Am 10. und 11. Dezember veranstaltet die DGS-Sektion Wissenschafts- und Technikforschung die digitale Tagung »Wissenschafts- und Techniksoziologie in der digitalisierten Gesellschaft: Theorien, Methoden, Perspektiven«.

Neben Beiträgen von Anne K. Krüger, Ingmar Lippert und Susann Wagenknecht, Lisa Schwaiger, Christopher Grieser, Marc Mölders, Johannes Weyer, Dirk Baecker, Thorsten Peetz, Roger Häußling, Stefan Laser, Bianca Prietl, Cordula Kropp, Ole Pütz und Ingo Schulz-Schaeffer sowie Daniel Guagnin und Jörg Pohle freuen wir uns auf eine Keynote von Noortje Marres zum Thema »Digital Sociology. From Situational Analysis to Situational Analytics«.

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Kurz notiert: Neue Formen kollaborativer Herstellung und Entwicklung

3. November 2020

Der Band »Arbeit in der Data Society« (Hg. von Verena Bader und Stephan Kaiser) ist erschienen. Darin findet sich auch der Beitrag »Neue Formen kollaborativer Herstellung und Entwicklung – eine orientierende Typologie«. Abstract:

Im Kontext der digitalen Transformation der Gesellschaft rücken […] neue Spielarten der offenen wie partizipativen Zusammenarbeit in den Aufmerksamkeitsbereich der sozialwissenschaftlichen Forschung. Vor diesem Hintergrund nimmt der vorliegende Beitrag die hierzulande bislang beobachtbaren Ausprägungen kollaborativer Herstellung und Entwicklung materieller Güter in den Blick: Nach einer historischen Einordnung erfolgt eine typologisierende Vermessung des Feldes, in der die sehr unterschiedlich ausgerichteten Spielarten offener Werkstätten und Labs entlang ihrer Ziele, ihrer Koordinationsformen sowie ihrer Finanzierungsweisen voneinander abgegrenzt werden. Daran anknüpfend werden mit diesen neuen Kollaborationsformen einhergehende Potenziale und Risiken diskutiert.