Bücher

Open-Source-Projekte als Utopie, Methode und Innovationsstrategie. Historische Entwicklung — sozioökonomische Kontexte — Typologie (Hülsbusch 2016)

Dieses Buch bietet einen systematisierenden Überblick über Open-Source-Software-Communitys und ihre sozioökonomischen Kontexte. Nach einer historischen Rekonstruktion zur Entstehung quelloffener Entwicklungsvorhaben werden die Beziehungen zwischen Open-Source-Projekten und etablierten IT-Unternehmen herausgearbeitet. Daran anknüpfend werden vier idealtypische Varianten derzeitiger Open-Source-Gemeinschaften voneinander abgegrenzt – von korporativ geführten Kollaborationsprojekten und elitezentrierten Projektgemeinschaften über heterarchischer angelegte Infrastrukturvorhaben bis hin zu egalitär ausgerichteten Entwicklergruppen, die die am ehesten der Idee einer »commons-based peer production« entsprechen.

Insgesamt zeigt sich, dass die quelloffene Softwareentwicklung seit der Jahrtausendwende zunehmend zu einer allgemeinen Branchenmethode avanciert ist, dabei aber ihre Formatierung als Alternative bzw. Gegenentwurf zur kommerziellen und proprietären Herstellung weitgehend verloren hat. Während freie Software zunächst subversiv konnotiert war, ist das Involvement in Open-Source-Projekte heute zu einem festen Bestandteil der Innovationsstrategien aller großen IT-Anbieter geworden.

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Rezension: TATuP

 

Kommunikation und Partizipation im Social Web. Eine Übersicht (Studienbrief der FernUniversität in Hagen 2015)

Dieser Studienbrief bietet eine kleine Navigationshilfe zur weiteren Beschäftigung mit dem gesellschaftlichen Wandel, der durch die Onlinetechnologien angestoßen worden ist, und legt seinen Schwerpunkt auf die langfristigen Transformationsdynamiken, die aus den neuen Kommunikationsweisen resultieren.

Der Band will einen kontextorientierten Überblick zum Social Web als soziotechnisches Phänomen vermitteln und führt Schritt für Schritt in die damit verbundenen Diskussionszusammenhänge ein (Thesen und Diskurse – beobachtbare Nutzungsmuster – Kommunikation im Social Web – medienwissenschaftliche Implikationen – Technik und soziale Ordnung – Öffentlichkeit, Demokratie und Zivilgesellschaft – Social Web und Bildung).

Volltext (Autorenversion)

 

Internet, Mobile Devices und die Transformation der Medien. Radikaler Wandel als schrittweise Rekonfiguration (zus. mit Ulrich Dolata, Edition Sigma 2013)

In diesem Buch wird danach gefragt, wie sich Mediensektoren, Wertschöpfungsprozesse und Öffentlichkeitsstrukturen durch das Internet und durch Mobile Devices verändern: Wie tiefgreifend ist dieser Wandel und welche Verlaufsformen nimmt er an? Wie reagieren etablierte Akteure auf diese Herausforderungen und welche Rolle spielen neue Akteure in diesen Transformationsprozessen? Stehen ›alte‹ und ›neue‹ Medienstrukturen in einem konkurrierenden oder in einem komplementären Verhältnis zueinander?

Die Beiträge des Bandes zeigen, dass sich der einschneidende mediale Wandel nicht als radikaler Bruch in kurzer Frist fassen lässt, sondern als schrittweiser und diversifizierter Restrukturierungsprozess begriffen werden sollte: Weit typischer als der fundamentale Austausch von Akteuren, Strukturen und Arenen medialer Öffentlichkeit sind Formen graduellen Wandels, der Koexistenz und wechselseitigen Ergänzung alter und neuer Medienstrukturen.

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Rezensionen: PW-Portal, Publizistik (Springerlink), MEDIENwissenschaftKZfSS (Springerlink), TATuP, Soziologische Revue

 

Wiederkehrende Erwartungen. Visionen, Prognosen und Mythen um neue Medien seit 1970 (Hülsbusch 2012)

Das Ende der Massenmedien, die Auflösung der Rollenverteilung zwischen Konsumenten und Produzenten sowie eine Demokratisierung gesellschaftlicher Entscheidungsprozesse: Die Erwartungen, die mit dem Internet verknüpft werden, sind nach wie vor hoch. Das Büchlein gibt einen Überblick zu verbreiteten Erwartungen, die seit den 1970er-Jahren an neue Medien geknüpft werden und diskutiert daran anknüpfend die Frage, weshalb in medialen Innovationsprozessen immer wieder radikale Veränderungsthesen Verbreitung erfahren, obgleich sich frühere ähnliche Vorhersagen zumeist als übersteigert kennzeichnen lassen.

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Gutenberg-Galaxis Reloaded? Der Wandel des deutschen Buchhandels durch Internet, E-Books und Mobile Devices (Hülsbusch 2011)

Das Internet und die Digitalisierung stellen den deutschen Buchsektor seit den 1990er Jahren vor große Herausforderungen. Dabei lassen sich mit dem Online-Buchhandel, digitalen Zusatzprodukten und dem Auftreten marktfähiger Technologie-Sets zur Substitution des gedruckten Buches drei Wirkungsbereiche der neuen Technologien unterscheiden. Der Band bietet anhand von aggregierten Marktdaten ein konzentrierten Überblick zu den bisherigen Verschiebungen und entwickelt auf dieser Grundlage erste Szenarien zur Zukunft des Buchmarktes.

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Neue Demokratie im Netz? Eine Kritik an den Visionen der Informationsgesellschaft (Transcript 2010)

In aller Regelmäßigkeit wird dem Netz eine demokratisierende Kraft in der gesellschaftlichen Wirklichkeitsbeschreibung zugesprochen. Der Band hinterfragt diese Visionen aus systemtheoretischer sowie prozesssoziologischer Sicht und taxiert das Veränderungspotenzial des World Wide Web mit Rückgriff auf zahlreiche empirische Studien möglichst unaufgeregt.

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