6. Januar 2015
Die Studie Jugend, Information, (Multi-)Media (JIM) wird seit 1998 durchgeführt. Für die JIM-Studie 2014 wurden zwischen Mai und Juli 2014 rund 1.200 deutschsprachige Zielpersonen im Alter von 12 bis 19 Jahren telefonisch befragt (CATI, repräsentative Stichprobe, Grundgesamtheit: ca. 6,5 Mio.), davon 87 Prozent Schüler, 8 Prozent Auszubildende und 3 Prozent Studierende. Einige Kernpunkte:
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22. Dezember 2014
Auf Youtube dominieren Produktionen von TV-Sendern und professionellen Unterhaltungskünstlern sowie Musikvideos. Dazwischen finden sich allerdings mittlerweile auch eine ganze Reihe an Youtube-Stars, die den Geschmack der sogenannten ›digital natives‹ auf eine Weise treffen, wie er von klassischen Medienanbietern kaum bedient werden kann, und mit ihren Videos (via Werbung) inzwischen auch Geld verdienen. Einer der erfolgreicheren Youtube-Stars (30 Mio. Klicks pro Monat) – der 1990 geborene Simon Unge – hat sich nun lautstark beschwert (»So ein Scheißhaufen«): Über den führenden Online-TV-Werbevermarkter Mediakraft, bei dem er seit gut einem Jahr unter Vertrag steht.
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18. Dezember 2014
Bereits seit einigen Jahren werden durch Jens Schröder bzw. 10000 Flies regelmäßig die deutschsprachigen ›Leitmedien‹ im Social Web ermittelt – also jene Publikationen, die gemessen an Likes, Shares und Kommentaren auf Facebook, Verlinkungen auf Twitter sowie Shares und +1-Klicks bei Google+ die breiteste Resonanz im Social Web erhalten.
Meistbeachtete Medien im Social Web (Quelle: www.10000flies.de)
| Sep. 2014 | Okt. 2014 |
| 1 | Bild (2.676.962) | Bild (3.393.204) |
| 2 | Heftig (1.951.438) | Heftig (1.984.748) |
| 3 | Spiegel Online (1.514.579) | Spiegel Online (1.649.488) |
| 4 | RTL.de (1.214.986) | Die Welt (1.333.684) |
| 5 | Die Welt (842.885) | RTL.de (1.162.999) |
| 6 | Der Postillon (798.803) | Focus Online (1.020.432) |
| 7 | Focus Online (708.586) | Zeit Online (845.582) |
| 8 | DFB (693.190) | N24 (734.119) |
| 9 | Zeit Online (658.150) | Der Postillon (623.751) |
| 10 | N24 (503.644) | Süddeutsche.de (577.648) |
Im Vergleich zu den im deutschsprachigen Social Web meistbeachteten Inhalte-Anbietern im
4. Quartal 2013 haben sich im letzten Jahr (neben den ansteigenden Zahlen zur Verbreitung) einige bemerkenswerte Verschiebungen ergeben:
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5. November 2014
Anlässlich des diesjährigen »Million Mask March« beschäftigen sich die Die Welt (5.11.2014, S. 14) und Die Welt kompakt bzw. die Journalisten Benedikt Fuest und Eva Köhler in einem ausführlichen Hintergrundbeitrag mit dem Phänomen Anonymous. Der Artikel (Onlineversion) bietet eine kurze Einführung in das Thema (z.B.: Was verbirgt sich eigentlich hinter der Abkürzung DDoS?), einen bündigen Überblick zur Geschichte des Kollektivs, diskutiert die Einflusspotentiale von Online-Protest sowie mögliche Beweggründe der involvierten Hacker und lässt neben einigen Anonymous-Aktivisten u.a. auch netzpolitik.org-Gründer Markus Beckedahl sowie einige Wissenschaftler (so u.a. auch mich) zu Wort kommen.
14. Oktober 2014
Am 28. und 29. November 2014 wird in Göttingen die Tagung »Politisches Handeln in digitalen Öffentlichkeiten Grassroots zwischen Autonomie, Aufschrei & Überwachung« (Programm als PDF) stattfinden, die u.a. in Kooperation mit der Hans-Böckler– und der Otto-Brenner-Stiftung ausgerichtet wird:
»Digitale Öffentlichkeiten sind Kristallisationspunkte des Politischen im frühen 21. Jahrhundert. […] In Form wissenschaftlicher Vorträge sowie in flankierenden Praxis-Workshops richten wir mit der Tagung die Aufmerksamkeit auf die theoretische und praktische Erfassung von bottom-up Prozessen des politischen Handelns in digitalen Öffentlichkeiten. Vor allem sollen dabei spezifische Herausforderungen und Relevanzen in diesem Forschungsfeld abgesteckt werden.«
Nach einer eröffnenden Keynote von Felix Stalder geht es in den einzelnen Panels u.a. um Theoretisierungen, Fallstudien, gegenwärtige Konflikte und forschungsethische Fragen im Kontext netzbasierter Formen politischen Handelns sowie um konkrete Beispiele aus der Praxis (Hacktivism, Darktwitter etc.).
6. Juli 2014
Die Arbeitssoziologin Sabine Pfeiffer hat Anfang Juli im Debattenmagazin Gegenblende den Artikel »Web, Wert und Arbeit« veröffentlicht, der die Kerngedanken ihres gleichnamigen Beitrags zu unserem Sammelband »Internet, Mobile Devices und die Transformation der Medien« in komprimierter Form darstellt:
»Es ist letztlich immer menschliche Arbeit, die einerseits die Werte schafft und andererseits deren Realisierung gewährleistet. So wie im klassischen stofflichen Produktionsprozess finden sich freilich auch im Virtuellen vielfältige Formen der Automatisierung und der Rationalisierung menschlicher Arbeit – dies aber ändert nichts an der Tatsache, dass die eigentliche Wertgenese, die Schaffung des Neuen, immer und weiterhin auf menschlicher Arbeit beruht. […]
In der Internetökonomie findet eine Ausweitung von Wertgenese und -realisierung statt – durch eine verstärkte Nutzung nicht kommodifizierter Arbeit und durch neue Verschränkungen zwischen Prozessen der Wertgenese und -realisierung. Obwohl damit menschliche Arbeit neue und erweiterte Quellen der Wertschöpfung erschließt und ihre Bedeutung qualitativ zunimmt, erscheint sie als gesellschaftlicher Topos noch weniger sichtbar.«
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