5. Januar 2013
Im Herbst 2012 veranstaltete das Karlsruher Institut für Technologie unter der Leitung von Andreas Böhn und Andreas Metzner-Szigeth einen interdisziplinären Workshop zum Thema »Wissenschaftskommunikation, Utopien und Technikzukünfte«:
Mit einer großen Bandbreite an Vorträgen aus so unterschiedlichen Bereichen wie Technikgeschichte, Literatur- und Medienwissenschaften, Maschinenbau und Robotik soll ein Forum geschaffen werden, um verschiedene Diskurse über Wissenschaft und Technik (von professioneller Wissenschafts-kommunikation über ›Technikermöglichungsdiskurse‹ bis hin zu fiktionalen Entwürfen) in aktueller und historischer Perspektive zu diskutieren.
Nun liegen die Videodokumente zu den meisten Vorträgen der facettenreichen Veranstaltung vor (Dauer jeweils rund 20 Min.):
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13. Dezember 2012
Für die 14- bis 50-Jährigen lässt sich in Deutschland mittlerweile fast eine Internet-Volldurchdringung diagnostizieren (vgl. z.B. ARD/ZDF-Onlinestudie 2012) und entsprechend wird der Onlinesphäre hierzulande zurecht ein stetig wachsender Einfluss in allen Lebensbereichen zugesprochen.
Mit Blick auf die Internet World Stats – einer Website, die Bevölkerungsstatistiken mit Zahlen zur Internet-Nutzung in den unterschiedlichen Ländern von Nielsen Online, der International Telecommunications Union, der GfK und anderen Quellen kombiniert – zeigt sich mithin rasch, dass sich die Omnipräsenz des Netzes auch noch 2012 allenfalls auf die Industrieländer beschränkt: Die Internet-Durchdringung der Weltbevölkerung liegt derzeit bei 34,3 Prozent (Stand: Mitte 2012), der Kontinent Afrika markiert mit 15,6 Prozent das Schlusslicht.

Die beispielhafte Gegenüberstellung der Werte in den einzelnen europäischen und afrikanischen Ländern zeigt überdies, dass die Online-Durchdringung ebenso in den einzelnen Weltregionen sehr stark variiert (größer durch Klick!):
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6. Dezember 2012
Die Zeiten, in denen die Regale voll mit gebrannten Disks standen (selbstredend nur zu Datensicherungszwecken) und sich Edding & Co. über den vermehrten Absatz von CD- und DVD-Markern freuten, sind gefühlt noch gar nicht solange her – und doch scheint sich die Epoche der (optischen) Speichermedien derzeit in schnellen Schritten ihrem Ende zu nähern (zu den allgemeinen Folgen der Entkopplung von Inhalten und Trägermedien vgl. »Internet, Mobile Devices und die Transformation der Medien«):
Eine Langfristbetrachtung der Zahlen zum Absatz von Recording Media aus dem Consumer Electronics Markt Index (CEMIX) für die BRD, der durch den Bundesverband Technik des Einzelhandels e.V. (BVT), der GfK Retail and Technology GmbH und der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik herausgegeben wird, führt vor Augen, dass CD-R- und DVD-Rohlinge 2012 zwar noch immer die meist verkauften losen Trägermedien für die persönliche Speicherung von Musik-, Film- und sonstigen Dateien sind, aber nur noch ein Bruchteil der Stückzahlen abgesetzt werden wie 2005 – eine Entwicklung, die nicht zuletzt durch Cloud-Services, wachsende Download-Raten, immer größere Festplatten in Computern und Mobile Devices sowie den Wegfall von CD/DVD-Laufwerken in vielen aktuellen Note- und Ultrabooks befördert wird.

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2. Dezember 2012
Die Studie Jugend, Information, (Multi-)Media (JIM) wird seit 1998 einem jährlich durch den Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest durchgeführt (Feldarbeit: ENIGMA GfK). Für die diesjährige JIM-Studie 2012 wurde im Mai/Juni 2012 eine repräsentative Stichprobe von 1.201 Jugendlichen (12–19 Jahre, BRD; Grundgesamtheit: ca. 7 Mio.) telefonisch befragt, davon 86 Prozent Schüler. Einige Kernpunkte:
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28. November 2012
Kurz vor Schluss ist Google in aller Öffentlichkeit in die Debatte um das Leistungsschutzrecht eingetreten und fordert unter dem griffigen Titel »Verteidige Dein Netz« seine Nutzer auf, sich – unterstützt durch Googles Kartendienste und Suchfunktionen – an ihre Abgeordneten im Deutschen Bundestag zu wenden. Was sagt eigentlich die deutschsprachige Blogosphäre dazu? Eine kleine Blogschau:

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9. November 2012
Aus: Wiederkehrende Erwartungen (Amazon |Fachverlag Werner Hülsbusch).
Tim Berners-Lee fokussierte in »Information Management: A Proposal« mit Blick auf das CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) zunächst auf ein typisches Problem größerer Forschungseinrichtungen und Unternehmen:
»The actual observed working structure of the organisation is a multiply connected ‚web‘ whose interconnections evolve with time. […] A problem, however, is the high turnover of people. When two years is a typical length of stay, information is constantly being lost. The introduction of the new people demands a fair amount of their time and that of others […].«
Das CERN verfügte zwar über ein Dokumentationssystem, aber dieses System war hierarchisch bzw. ›baumartig‹ organisiert und konnte daher die gegebenen vielfältigen Verweiszusammenhänge zwischen Menschen, Projekten, Dokumenten oder Konzepten nicht auf natürliche Weise abbilden, zumal die Nutzer hinreichend mit der Struktur des Systems vertraut sein mussten, um zeitnah an die gewünschten Informationen zu gelangen.
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20. Oktober 2012
Die Allensbacher Computer- und Technik-Analyse beobachtet seit 1997 im jährlichen Turnus die Mediennutzung der deutschen Bevölkerung zwischen 14 und 69 Jahren. Dieses Jahr wurden zwischen April und August rund 8600 Personen in mündlich-persönlichen Interviews befragt. Zentrale Ergebnisse der Studie lassen sich in Präsentationsform auf den ACTA-Seiten abrufen. Einige Kernpunkte: