JIM-Studie 2013 kompakt

29. November 2013

Die Studie Jugend, Information, (Multi-)Media (JIM) wird seit 1998 einem jährlich durch den Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest durchgeführt (Feldarbeit: ENIGMA GfK). Für die JIM-Studie 2013 wurde im Zeitraum vom 27. Mai bis 7. Juli 2013 eine repräsentative Stichprobe von 1.200 deutschsprachigen Zielpersonen telefonisch befragt (12–19 Jahre, Grundgesamtheit: ca. 6,5 Mio.), davon 83 Prozent Schüler, 11 Prozent Auszubildende und 3 Prozent Studierende. Einige Kernpunkte:

Medienausstattung

  • Die meisten Haushalte verfügen mittlerweile über min. einen Computer (99%), einen Fernseher (97%), ein Handy (100%) und Internetzugang (97%). Ein Smartphone ist in 81 Prozent der Fälle vorhanden (2012: 63%) und über einen Tablet-PC verfügen 36 Prozent der Haushalte (2012: 19%).
  • Über 96 Prozent der 12- bis 19-Jährigen besitzen ein eigenes Handy, rund 88 Prozent verfügen über Internetzugang, 80 Prozent über einen eigenen Computer, 73 Prozent über einen eigenen mp3-Player und 58 Prozent über einen eigenen Fernseher.
  • Der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist hinsichtlich Gerätebesitz bei Digitalkameras (Mädchen: 67%, Jungen: 37%), bei festen Spielkonsolen (Jungen: 56%, Mädchen 35%) wie schon 2012 besonders hoch; die Unterschiede im Smartphone-Besitz bestehen hingegen nicht mehr (beide: 72%).

Medien in der Freizeit

  • Täglich nutzen 73 Prozent der 12- bis 19-Jährigen das Internet (2012: 68%), 62 Prozent das Fernsehen (2012: 62%), 81 Prozent ihr Handy (2012: 83%), 60 Prozent das Radio (2012: 60%), 23 Prozent Bücher (2012: 23%) und 22 Prozent eine Zeitung (2012: 26%).
  • Jeweils rund 90 Prozent der befragten Mädchen und Jungen stufen ›Musik hören‹ und ›Internet nutzen‹ als wichtig oder sehr wichtig ein; das Handy zu nutzen empfanden 86 Prozent der Mädchen und 77 Prozent der Jungen (sehr) wichtig. Erst weit dahinter rangieren die Fernsehnutzung (46 bzw. 51%) und Tageszeitungen (30 bzw. 36%).
  • Die beliebtesten Fernsehsender sind bei den Jungen ProSieben danach mit großem Abstand RTL Nitro sowie DMAX; bei den befragten Mädchen sind es wie im Jahr zuvor ProSieben, RTL und RTL2. Oft wird das Smartphone nebenbei als Second Screen genutzt.

Onlinenutzung

  • Die tägliche Online-Nutzung liegt bei den 12 bis 19-Jährigen nach Selbsteinschätzung mittlerweile bei 179 Minuten (2012: 131 min; 2006: 99 min.). Neben dem Computer bzw. Laptop erfolgt die Online-Nutzung zunehmend auch über Mobile Devices (88 Prozent besitzen ein internetfähiges Smartphone).
  • Für Mädchen steht die Kommunikation mit 53 Prozent im Mittelpunkt ihrer Onlinenutzung (2012: 49%) und erst mit weitem Abstand folgen Unterhaltung (25%), Spiele (9%) sowie die Informationssuche (14%); bei den Jungs steht die Kommunikation mit 39 Prozent weniger deutlich im Vordergrund (2012: 41 Prozent), Spiele rangieren bei 25 Prozent, die Informationssuche bei 13 Prozent und Unterhaltung bei 23 Prozent.
  • Im Bereich Kommunikation dominiert wie 2012 die Nutzung von Online-Communities wie Facebook, E-Mail und Chats (bei Jungs auch Skype-Sofortnachrichten; die Twitter-Nutzung rangiert wie letztes Jahr mit 4 bzw. 7 Prozent am Ende der Liste der abgefragten Angebote.
  • Die aktive Beteiligung verharrt insgesamt auf niedrigem Niveau: In den letzten 14 Tagen haben laut eigenen Angaben 11 Prozent ein Video kommentiert; 5 Prozent haben ein Video geteilt und 4 Prozent haben ein eigenes Video eingestellt. In Foren bzw. Newsgroups haben 5 Prozent einen Beitrag erstellt, auf Twitter und in der Blogosphäre waren jeweils maximal 3 Prozent in irgendeiner Form beitragend aktiv.
  • 77 Prozent nutzen Online-Communities täglich; im Schnitt hatten die Befragten jeweils rund 290 Freunde.
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