Kommunikation und Partizipation im Social Web

12. April 2016

Inzwischen ist der Studienbrief »Kommunikation und Partizipation im Social Web. Eine Übersicht«, den ich im Jahr 2014 für die Fernuniversität in Hagen verfasst habe, als Autorenversion auch als kostenloser Download verfügbar:

Kommunikation im Social Web

»Das Internet hat als erstes ›Universalmedium der Menschheitsgeschichte‹ (Holland 1997) bereits in den 1990er Jahren eine breite sozialwissenschaftliche Debatte zu seinen soziokulturellen wie -ökonomischen Rückwirkungen angestoßen und das sogenannte ›Web 2.0‹ hat entsprechende Diskussionen ab 2005 weiter befördert.
Mit Blick auf die damit verbundenen, teilweise sehr weitreichenden Zukunftsvorstellungen die Übersicht zu behalten sowie zwischen tatsächlich gegebenen Trends und hochfliegenden Prophetien zu unterscheiden, erscheint allerdings nicht immer einfach […].

Eine kleine Navigationshilfe zur weiteren Beschäftigung mit dem gesellschaftlichen Wandel, der durch die Onlinetechnologien angestoßen worden ist, bietet dieser Studienbrief, der seinen Schwerpunkt auf die langfristigen Transformationsdynamiken legt, die aus den neuen Kommunikationsweisen im Netz resultieren. Der Band will einen kontextorientierten Überblick zum Social Web als soziotechnisches Phänomen vermitteln, das durch das Ineinanderwirken vielfältiger gesellschaftlicher sowie technologischer Einflussfaktoren geprägt ist, und führt Schritt für Schritt in die damit verbundenen Diskurszusammenhänge ein. […]«


Querverweis: »Oszillation 4.0« (Baecker 2016)

12. März 2016

Dem derzeitigen ›4.0‹-Trend folgend hat Dirk Baecker unlängst in seinem lesens- wie diskussionswerten Essay »Oszillation 4.0« (auf dem jungen sozialwissenschaftlichen Nachrichtenportal Soziopolis) die Mediengeschichte neu aufgerollt und – wie der Titel schon sagt – entlang des Begriffs der ›Oszillation‹ in 4 Phasen gegliedert:

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Splitter: »There’s no chance that the iPhone is going to get any significant market share« (2007)

24. Januar 2016

Steve Ballmer, 2000 bis 2014 CEO des Unternehmens Microsoft (das gemessen am Jahresumsatz mit Software nach wie vor führend auf seinem Feld ist – vgl. SOI DP 2015/2: 22), gab im April 2007 in einem Interview mit der USA Today zu Protokoll:

»Q: People get passionate when Apple comes out with something new — the iPhone; of course, the iPod. Is that something that you’d want them to feel about Microsoft?

Ballmer: It’s sort of a funny question. Would I trade 96% of the market for 4% of the market? (Laughter.) I want to have products that appeal to everybody. Now we’ll get a chance to go through this again in phones and music players. There’s no chance that the iPhone is going to get any significant market share. No chance. It’s a $500 subsidized item. They may make a lot of money. But if you actually take a look at the 1.3 billion phones that get sold, I’d prefer to have our software in 60% or 70% or 80% of them, than I would to have 2% or 3%, which is what Apple might get.

In the case of music, Apple got out early. They were the first to really recognize that you couldn’t just think about the device and all the pieces separately. Bravo. Credit that to Steve (Jobs) and Apple. They did a nice job. But it’s not like we’re at the end of the line of innovation that’s going to come in the way people listen to music, watch videos, etc. I’ll bet our ads will be less edgy. But my 85-year-old uncle probably will never own an iPod, and I hope we’ll get him to own a Zune.«*

* Der Zune war ein MP3-Player von Microsoft, der 2006 auf den US-amerikanischen Markt kam. Seine Entwicklung wurde 2011 eingestellt.


Heute ist die Zukunft von gestern XX: »Pushbutton Power« (1978)

7. Januar 2016

Smart Home, Online-Shopping, interaktives Fernsehen, Echtzeit-Navigation, Automatisierung – über diese und andere Verheißungen einer computerisierten Zukunft berichtet (wenn auch zum Teil mit anderen Vokabeln) der Artikel »Living: Pushbutton Power« im TIME Magazine 2/1978 (via Modern Mechanix):

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Marshall McLuhan über Akademiker, Reality-TV und Überwachung

17. Dezember 2015

Der kanadische Journalist Peter C. Newman hat vor einigen Jahren zufällig Tonbänder wiedergefunden, auf welchen er um 1979 Gespräche beim Mittagessen mit Marshall McLuhan aufgezeichnet hat. Einige Passagen dieser Gespräche hat Newman 2013 im Nachrichtenmagazin Maclean’s veröffentlicht. Nachfolgend finden sich ausgewählte Aussagen McLuhans daraus:
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Mediennutzung: Tendenz steigend (Update 2015)

11. Dezember 2015

Ich bin gebeten worden, diese vielabgerufene Abbildung zu aktualisieren, die ich vor drei Jahren u.a. anhand der Daten der ARD/ZDF Langzeitstudie Massenkommunikation erstellt habe, welche diesen Sommer in ihrer 2015er-Iteration erschienen ist (siehe dazu: Nutzung tagesaktueller Medien 2015).

Medienutzungsdauer2015

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Splitter: ARD/ZDF-Onlinestudie 2015

15. Oktober 2015

In dieser Woche ist die aktuelle ARD/ZDF-Onlinestudie erschienen, die bereits seit 1997 im Jahresturnus erhoben wird und insofern einen probaten Überblick zu den langfristigen Verschiebungen im medialen Nutzungsverhalten hierzulande bieten kann. Erstmals findet sich unter den angebotenen Artikeln zu der Studie auch ein zweiseitiger Statistikteil, der in kompakter Form Auskunft zu der Häufigkeit der mobilen bzw. stationären Internetnutzung und der Verwendung unterschiedlicher  Onlineanwendungen nach Alter, Geschlecht und formalem Bildungsniveau gibt.

Die diesjährigen Erhebungsdaten bestätigen dabei einmal mehr, dass wir uns auf dem Weg in ein Zeitalter der mobilen Medienkonvergenz befinden:

  • Insbesondere in den jüngeren Altersgruppen nehmen die Werte für den täglichen Video- und Audioabruf via Internet seit Jahren kontinuierlich zu und liegen mittlerweile bei 54 Prozent (Frauen 14–29 Jahre) bzw. 62 Prozent (Männer 14–29 Jahre). Auch die tägliche Parallelnutzung von Fernsehen und Internet liegt inzwischen bei den Unter-30-Jähigen bei 24 Prozent.
  • 82 Prozent der befragten Onliner insgesamt gaben an, Video- oder Fernsehangebote im Netz mindestens selten zu nutzen; ebenso steigt die Audio- und Radionutzung via Internet (vermutlich nicht zuletzt aufgrund neuer Sender wie Beats 1).
  • 55 Prozent der Befragten geben an, auf das Internet gelegentlich auch unterwegs zuzugreifen. Unter den 14- bis 29-Jährigen liegt dieser Wert bei 81 Prozent; knapp die Hälfte dieser Altersgruppe nutzt das Netz nach eigenen Angaben täglich mobil. In den meisten Fällen dient das Smartphone als Zugangsgerät.