AWA Studie 2018 kompakt

2. September 2018

Im Sommer ist die diesjährige Ausgabe der seit 1959 durchgeführten Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) zu den Konsum- und Mediengewohnheiten der deutschen Bevölkerung (23.389 Befragte insgesamt; Herbst 2017 / Frühjahr 2018; Grund­gesamtheit: deutschspr. Bevölkerung ab 14 J.) ist erschienen. Einige Ergebnisse:

Internetnutzung

  • 54 Prozent der Befragten gaben an, dass Internet ständig oder mehrmals täglich zu nutzen, 23 Prozent gaben »einmal am Tag, mehrmals in der Woche«, 5 Prozent »höchstens einmal in der Woche« zu Protokoll.
  • 90 Prozent der 14- bis 29.-Jährigen und 55 Prozent der +30-Jährigen gaben an, mit dem Smartphone mobil online zu gehen.

Tagesaktuelle Informationen

  • 61 Prozent der 14- bis 29-Jährigen, 77 Prozent der 30- bis 44-Jährigen, 83 Prozent der 45- bis 59-Jährigen und 91 Prozent der +60-Jährigen gaben an, sich gestern über das aktuelle Geschehen informiert zu haben.
  • Der weit überwiegende Teil griff dabei auf klassische Newsmedien (TV, Zeitung, Hörfunk) zurück; ausschließlich das Internet nutzten in diesem Zusammenhang 27 Prozent der 14- bis 29-Jährigen und 13 Prozent der 30- bis 44-Jährigen.
  • 50 Prozent der Unter-30-Jährigen nutzen Push-Services und Nachrichten-Apps (Bevölkerungsschnitt: 28 Prozent); 59 Prozent dieser Altersgruppe nutzten Social-Networking-Plattformen wie Facebook, Twitter oder Snapchat (Bevölkerungsschnitt: 27 Prozent). Das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Informationen ist diesbezüglich allerdings äußert gering.

Medienrezeption

  • 15 Prozent der 14- bis 29-Jährigen, 35 Prozent der 30- bis 59-Jährigen und 59 Prozent der +60-Jährigen attestiert die Studie eine »umfassende Printaffinität«.
  • 54 Prozent der Internetnutzer, die sich online über Politik informieren, lesen nur die Schlagzeilen und Kurztexte (41 Prozent oft auch längere Texte).
  • 69 Prozent der Unter-30-Jährigen mit geringer Schulbildung nehmen nach eigenen Angaben seltener als einmal im Monat ein Buch in die Hand; bei den Unter-30-Jährigen mit höherer Schulbildung machen 39 Prozent diese Aussage. E-Books werden nur von einem sehr geringen Prozentanteil genutzt.
  • 51 Prozent der Befragten finden »Informationen zur Politik oft unübersichtlich und widersprüchlich«; 26 Prozent ist die Fülle an Informationen schlicht zu viel.

Konsum und Nachhaltigkeit

  • Der durchschnittliche finanzielle Spielraum pro Haushalt im Monat liegt laut er Studie bei 428 Euro (2010: 314 Euro).
  • 49 Prozent der Bevölkerung halten Essen für eine wichtige Quelle von Genuss; 27 Prozent legen bei Nahrungsmitteln Wert auf Bio-Produkte.
  • 34 Prozent geben an, bereit zu sein, für umweltfreundliche Produkte mehr zu bezahlen; 31 Prozent schränken sich nach eigenen Angaben bewusst ein, um die Umwelt zu schützen.
  • 37 Prozent geben demgegenüber an, dass Nachhaltigkeitsaspekte für sie bei Kaufentscheidungen keine Rolle spielen.
  • 32 Prozent der 14- bis 64-Jährigen besuchen nach eigener Aussage ein Fitnessstudio.