ACTA 2013 kompakt

31. Oktober 2013

Vor einigen Tagen sind die Ergebnisse der Allensbacher Computer- und Technikanalyse (ACTA) 2013 erschienen, die neben der ARD/ZDF-Onlinestudie zu den wenigen repräsentativen Bevölkerungsumfragen zur Mediennutzung in der BRD zählt, die bereits seit Ende der 1990er Jahre durchgeführt werden. Befragt wurden rund 8700 Personen ab 14 Jahren (April bis Juli 2013; mündlich-persönliche Interviews; Quoten-Auswahlverfahren). Nachfolgend einige ihrer Kernergebnisse:

  • Online-News: Die wöchentliche Nutzung der im Portfolio vertretenen Nachrichten-Portale steigt bei den Unter-65-Jährigen seit 2002 kontinuierlich an. Auf den ersten beide Rängen rangieren wie in den Jahren zuvor die Online-Angebote von BILD und Spiegel: Mittlerweile nutzen rund 6 Mio. bzw. über 5,5 Mio. der Onliner wöchentlich Bild.de bzw. Spiegel Online (2002 waren es jeweils rund 1 Mio.).
  • Mobile Apps: 46 Prozent der Smartphone- und Tablet-Nutzer in der BRD (14+ Jahre) haben bislang nur kostenlose Apps heruntergeladen; 36 Prozent haben auch kostenpflichtige Apps gekauft. Die Rangliste der wöchentlich meistgenutzten Medien-Apps wird von Spiegel (2,9 Mio.), Tagesschau (2,6 Mio.), TV Spielfilm (2 Mio.), Kicker (1,9 Mio.), BILD (1,6 Mio.) und Focus (1,4 Mio.) angeführt. Die App einer regionalen Tageszeitung nutzten wöchentlich rund 2 Mio. der Befragten.
  • E-Books/E-Paper: Für 11 Prozent der Befragten käme die kostenpflichtige Nutzung von digitalen Zeitungs- und Zeitschriften-Angeboten in Frage oder sie nutzen solche Angebote bereits. 8 Prozent der Befragten haben schon einmal E-Books genutzt; insgesamt 23 Prozent sind bereits E-Book-Nutzer oder einer künftigen Nutzung nicht abgeneigt. Laut ACTA überschneiden sich die Nutzerkreise von E-Paper/E-Mags und E-Books kaum. 64 Prozent der deutschen Bevölkerung (14+ Jahre) lesen (insbesondere längere) Texte lieber auf Papier.
  • Nutzerkreise: 99 Prozent der Befragten sind grundsätzlich via TV, 92 über Zeitschriften, 80 Prozent über Tageszeitungen und 75 Prozent über das Internet (soziale Netzwerke: 40 Prozent) erreichbar. Die Unterschiede zwischen den Altersgruppen sind mit Blick auf die Intensivnutzung allerdings gravierend: Während die Unter-30-Jährigen eine geringe Print-Affinität aufweisen, sich zu über 60 Prozent als Internet-Intensivnutzer charakterisieren und zu zwei Dritteln mit einem Smartphone oder Tablet ausgestattet sind, weisen insbesondere die Über-50-Jährigen eine sehr hohe Print-Affinität auf, bezeichnen sich nur zu 21 Prozent als intensive Onliner und besitzen nur zu 17 Prozent Mobile Devices.
  • Politische Information: Nach wie vor informieren sich die ACTA-Befragten mit einem ausgeprägten Interesse an Politik primär über Fernsehsendungen und Tageszeitungen. Bei den Unter-30-Jährigen spielt das Internet allerdings mittlerweile eine ebenso große Rolle und übertrifft in der regelmäßigen Nutzung sogar alle anderen Kanäle. Trotzdem werden Online-Angebote gegenüber TV und Print als weniger glaubwürdig empfunden.
  • Smartphones: 41 Prozent der deutschsprachigen Smartphone-Nutzer verwenden privat ein Gerät von Samsung, 28 Prozent ein iPhone von Apple, 8 Prozent ein HTC-Device, 7 Prozent ein Phone von Nokia, 6 Prozent eine Telefon von Sony/Ericsson und 10 Prozent ein Gerät einer anderen Marke. 69 Prozent der iPhone-Nutzer würden sich nach eigener Aussage vermutlich wieder ein Apple-Gerät kaufen; bei allen anderen Herstellern ist dieser Anteil deutlich geringer (Samsung: 42 Prozent). 45 Prozent nutzen das Internet mittlerweile auch via Mobile Devices (hierbei dominiert der Abruf von E-Mails, Wetterberichten und Karten sowie die Nutzung von Social-Networking-Diensten).
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