ARD/ZDF-Onlinestudie 2017 kompakt

15. Oktober 2017

In dieser Woche ist die aktuelle ARD/ZDF-Onlinestudie erschienen, die bereits seit 1997 erhoben wird und insofern einen guten Überblick zu den langfristigen Verschiebungen im medialen Nutzungsverhalten bietet. Einige Kernergebnisse:


  • 90 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung (ab 14 J.) geben an, Internetnutzer zu sein; 72 Prozent nutzen das Internet laut Selbstauskunft täglich. Das heißt im Umkehrschluss: Fast 30 Prozent charakterisieren sich nicht als tägliche Onliner. Die 14- bis 29-Jährigen nutzen das Internet am regelmäßigsten; in den älteren Gruppen nimmt die tägliche Nutzungsdauer stark ab.
  • Deutliche Unterschiede gibt es auch in der Art der Nutzung: In den Altersgruppen unter 50 Jahren wird das Netz neben allgemeinen Verwendungsweisen (»Sonstiges«: surfen, shoppen, spielen etc.) intensiv zur Individualkommunikation und zum Abruf von medialen Inhalten genutzt (deutlichen Zuwachs verzeichnen in diesem Kontext vor allen Dingen Streaming-Dienste); bei den 50- bis 69-Jährigen spielt die mediale Nutzung kaum mehr eine Rolle.
  • 55 Prozent aller Befragten gaben an, WhatsApp täglich zu nutzen (14–29: 89 %); 21 Prozent Facebook (14–29: 55 %), 6 Prozent Instagram (14–29: 44 %), 4 Prozent Snapchat (14–29: 36 %) und 1 Prozent Twitter (14–29: 9 %).
  • In der Gesamtbevölkerung sind UKW Radio und Fernsehen noch immer die meistgenutzten Geräte; bei den 14- bis 29-Jährigen ist es mit großem Abstand das Smartphone (88 Prozent; TV: 61%, UKW Radio: 29 %).

Weitere Ergebnisse finden sich im Heft 9/2017 der Media Perspektiven.

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