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  • Querverweis: »The Web We Have to Save«

    22. Juli 2015

    Der Aktivist und Blogger Hossein Derakhshan gilt als Begründer der regimekritischen Bloggingszene im Iran, wurde vor diesem Hintergrund 2008 verhaftet und kurz darauf nominell zu mehr als 19 Jahren Haft verurteilt. Seit November 2014 ist Derakhshan wieder auf freiem Fuß und hat vor wenigen Tagen im Matter Magazine einen Text mit dem Titel »The Web We Have to Save« veröffentlicht, der sich mit der Entwicklung des Internets seit 2008 befasst: »The rich, diverse, free web that I loved — and spent years in an Iranian jail for — is dying. Why is nobody stopping it?«
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    AWA 2015 kompakt

    12. Juli 2015

    Die diesjährige Ausgabe der seit 1959 durchgeführten Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) zu den Konsum- und Mediengewohnheiten der deutschen Bevölkerung (25.140 Befragte insgesamt; Frühjahr 2015; Grundgesamtheit: deutschspr. Bevölkerung ab 14 Jahren) ist Anfang Juli erschienen. Einige Ergebnisse:

    Internetnutzung

    • 84 Prozent der 14- bis 29-Jährigen nutzten das Internet Anfang 2015 via Smartphone oder Tablet-PC (2014: 64 Prozent). Bei den 30- bis 49-Jährigen war es immerhin ein Anteil von 66 Prozent, bei den 50- bis 69-Jährigen 35 Prozent und in der Altersgruppe 70+ noch 8 Prozent.
    • Bei der Frage nach der Nutzung des Internets im Allgemeinen lässt sich für die Altersgruppen unter 50 Jahren beinahe eine Volldurchdringung diagnostizieren (91–98 Prozent), bei den 50- bis 59-Jährigen liegt dieser Wert bei 88 Prozent. Indes nur 42 Prozent der Befragten über 60 Jahren gaben an, das Netz zu nutzen.
    • Das Internet mehrmals täglich nutzten nach Selbstauskunft 72 Prozent der 14- bis 19-jährigen Onliner, 69 Prozent der 20- bis 29-jährigen Onliner, 50 bis 60 Prozent der 30- bis 59-jährigen und ca. 30 Prozent der über 60-jährigen Onliner.
    • Bei den 14- bis 29-Jährigen stehen dabei eindeutig unterhaltende Inhalte im Vordergrund (Videos, Musik, Spiele, Social Networking), während ältere Befragte nach eigenen Angaben eher an aktuellen Informationen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur interessiert sind.

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    Collective Action in the Internet Age

    9. Juli 2015

    In den Social Movement Studies (Journal of Social, Cultural and Political Protest) ist nun der Artikel »Masses, Crowds, Communities, Movements: Collective Action in the Internet Age« von Ulrich Dolata und mir erschienen (Authors Version).

    anoglass

    Quelle: Flickr (Thomas Hawk)

    This article investigates two questions: One, how might the very differently structured social collectives on the Internet – masses, crowds, communities and movements – be classified and distinguished? And two, what influence do the technological infrastructures in which they operate have on their formation, structure and activities? For this we differentiate between two main types of social collectives: non-organized collectives, which exhibit loosely-coupled collective behavior, and collective actors with a separate identity and strategic capability. Further, we examine the newness, or distinctive traits, of online-based collectives, which we identify as being the strong and hitherto non-existent interplay between the technological infrastructures that these collectives are embedded in and the social processes of coordination and institutionalization they must engage in in order to maintain their viability over time. Conventional patterns of social dynamics in the development and stabilization of collective action are now systematically intertwined with technology-induced processes of structuration.

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    Niklas Luhmann über Sport

    22. Juni 2015

    Nachdem an dieser Stelle vor gut einem Jahr auf Hartmut Essers lesenswerte Persiflage »Der Doppelpaß als soziales System« hingewiesen worden ist, folgt nun eine kleine Sammlung an Aussagen zu Sport und Spiel von Niklas Luhmann selbst:
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    Smartphone Betriebssysteme 2007–2014

    18. Juni 2015

    Sieben Jahre können einen sehr großen Unterschied machen – das zeigt der Markt für Smartphones und deren Betriebssysteme bzw. Softwareplattformen (vgl. Newsroom-Archiv des Marktforschungsunternehmens Gartner):

    • 2007 wurden weltweit insgesamt rund 120 Mio. Smartphones verkauft – auf ca. 78 Mio. Geräten lief Nokias Symbian, auf 14 Mio. Windows Mobile und auf fast 12 Mio. Blackberry OS (RIM). Apples iOS brachte es in den Monaten nach seiner Einführung immerhin auf etwas mehr als 3 Mio. Devices.
    • 2014 wurden weltweit insgesamt rund 1,3 Mrd. Smartphones verkauft – auf ca. 1 Mrd. Geräten lief Android, auf knapp 200 Mio. iOS und auf 35 Mio. Geräten Windows Phone. RIM/BlackBerry spielt allenfalls noch eine randständige Rolle; Symbian und Nokia sind vom Markt verschwunden.

     
    Market Share Smartphones


    Kurz notiert: »Demokratisierung durch Social Media?« (Mediensymposium Band 13)

    10. Juni 2015

    Mittlerweile ist er erschienen – der Sammelband zum 13. Mediensymposium in Zürich, auf dem ich u.a. auch den Anfang 2015 leider verstorbenen Kurt Imhof kennenlernen durfte, der mich in vielerlei Hinsicht tief beeindruckt hat.

    Der Band trägt den Titel »Demokratisierung durch Social Media?« (Springerlink) und diskutiert nach einem pointierten Aufschlag von Kurt Imhof * entlang dieser Fragestellung vier Themenfelder:

    • Politik im Web 2.0: Angebot, Nachfrage, Wirkungen (mit Beiträgen u.a. von Kurt Imhof, Alexander Haas, Gerhard Vowe, Frank Esser);
    • Politische Kampagnen und politisches Marketing in den Social Networks (u.a. mit Christian Wassmer, Otfried Jarren, Manuel Wendelin, Hans-B. Brosius);
    • Shitstorms und Fanpages als themenzentrierte Öffentlichkeit (mit Beiträgen u.a. von Marlis Prinzing, Uta Russmann);
    • Interdependenzen zwischen Informationsjournalismus und Social Media (mit Beiträgen u.a. von Rüdiger Steinmetz, Birgit Stark, Jan-Felix Schrape, Mark Eisenegger).

    * »Mythen sind wichtige Forschungsgegenstände in der Geschichtsschreibung […], sie sind elementar bei der religionssoziologischen und -ethnologischen Rekonstruktion von gemeinschaftskonstitutiven Sinnstrukturen […] und sie beschäftigen die Soziologie und Psychologie von Liebesbeziehungen, weil diese dazu neigen, den Zufall ihrer Genese als Fügung zu verklären. Problematisch in der Wissenschaft ist es allerdings, wenn Mythen keine Objekte der Forschung sind sondern diese anleiten.«


    Lektürehinweis: »Losing the Signal« (BlackBerry)

    25. Mai 2015

    Das Unternehmen BlackBerry, das bis 2013 unter dem Namen Research in Motion firmierte, gehörte 2007 zu den dominierenden Anbietern im Smartphone-Bereich. Heute spielt Blackberry hingegen auf dem Feld der Mobile Devices allenfalls noch eine randständige Rolle. Wie es dazu kam und was die damals für alle Beteiligten überraschende Markteinführung von Apples iPhone damit zu tun hatte, beschreibt das frisch erschienene Buch »Losing the Signal« (McNish/Silcoff) auf unterhaltsame Weise (durchaus tauglich für die entspannte Lektüre an einem lauen Sommerabend).  Weiterlesen »


    Global Social Media Impact Study | Polymedia

    21. Mai 2015

    Medien prägen die gesellschaftliche Kommunikation; jegliche Dienste oder Plattformen im Netz bringen in ihre technischen Spezifikationen bereits eingeschriebene Regeln, Normen bzw. Handlungsorientierungen mit und strukturieren dadurch soziales Verhalten wie Handeln. Aber sie determinieren es nicht, sondern können je nach Kontext ganz unterschiedliche Aneignung erfahren.

    sozialee aneignung

    Diese Verschiedenheit der soziokulturellen Aneignung vor Augen zu führen ist das Ziel einer vergleichenden Studie unter der Leitung des Anthropologen Daniel Miller, der – wie es Die Zeit formuliert – »den Menschen nicht als Opfer seiner Technik […], nicht als unmündigen User, als Spielball der Großkonzerne« ansieht, sondern die Spielarten der alltäglichen Verwendung des Social Webs (und damit auch von Mobile Devices) in den verschiedenen Weltregionen untersuchen will.
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