Kurz notiert: »The Logic of Digital Utopianism«

1. Februar 2017

Heute ist der Artikel »The Logic of Digital Utopianism« von Sascha Dickel und mir in Nano Ethics erschienen.

With the Internet’s integration into mainstream society, online technologies have become a significant economic factor and a central aspect of everyday life. Thus, it is not surprising that news providers and social scientists regularly offer media-induced visions of a nearby future and that these horizons of expectation are continually expanding. This is true not only for the Web as a traditional media technology but also for 3D printing, which has freed modern media utopianism from its stigma of immateriality. Our article explores the fundamental semantic structures and simplification patterns of popular media utopias and unfolds the thesis that their resounding success is based on their instantaneous connectivity and compatibility to societal discourses in a broad variety of cultural, political, or economic contexts. Further, it addresses the social functions of utopian concepts in the digital realm.


Heute ist die Zukunft von gestern XXII: »Ihr werdet es erleben« (1967)

27. Januar 2017

Es gab eine Zeit, in der ein Buch, das 1967 im englischsprachigen Original vorlag, vier Jahre später als deutschsprachiges Taschenbuch noch als ›brandneu‹ vermarktet werden konnte, »gespickt mit Daten, Kurven, Tabellen, vollgepfropft mit Fakten« (allerdings über eine 30 Jahre entfernte Zukunft). Dieses Buch – Ihr werdet es erleben. Voraussagen der Wissenschaft bis zum Jahre 2000 (Kahn/Wiener 1971) – ist mir jüngst erneut in die Hand gefallen und zeigt meines Erachtens einmal mehr, dass viele Hoffnungen und Ängste, die wir gegenwärtig an neue Technologien knüpfen, ihren Ursprung in einem Diskurs weit vor unserer Zeit finden. Einige Ausschnitte:


Weiterlesen »


Heute ist die Zukunft von gestern XXI: »The Machine Stops« (E.M. Forster)

4. Januar 2017

Zwischen den Jahren habe ich – angeregt durch eine weihnachtliche Schenkung – endlich E.M. Forsters dystopische Erzählung »The Machine Stops« aus dem Jahre 1909 gelesen [gemeinfreies PDF engl.; EPUB und Kindle engl.; Artikel von L.M. Stoltenberg mit Bezug zum Text], die 2016 in einer Neuübersetzung wiederaufgelegt worden ist – passenderweise versehen mit einem kurzen Kommentar von Jaron Lanier.

Dieses Buch ist eine eindringliche Warnung vor schierer Technikgläubigkeit, welche es auch heute noch (oder: mehr denn je) wert ist, gehört zu werden, zumal E.M. Forster unzählige technische Entwicklungen vorwegnimmt, die heute integraler Bestandteil unseres Alltags sind oder dies in naher Zukunft sein werden (darunter etwa das ›Internet der Dinge‹) – auch wenn der Mensch bzw. sein Umgang mit neuen Technologien in dieser Geschichte m.E. systematisch unterschätzt wird:
Weiterlesen »


Open-Source-Projekte: vom Nischenphänomen zum integralen Bestandteil der Softwareindustrie

1. Dezember 2016

In den WSI Mitteilungen 8/2016 ist heute der Artikel »Open-Source-Projekte: vom Nischenphänomen zum integralen Bestandteil der Softwareindustrie« erschienen, der die Ergebnisse meiner Studie zur Entwicklung von quelloffenen Softwareprojekten zusammenfasst, aktualisiert und in einen gesellschaftspolitischen Kontext stellt:

wsi Weiterlesen »


›Big Data‹ als Erwartungsraum

20. Oktober 2016

Auf Soziopolis ist heute als Aufschlag zum Themenschwerpunkt »Big Data« mein Essay »›Big Data‹ als Erwartungsraum« erschienen:

big-data

Seit die britische Wochenzeitung The Economist digitalen Datenfluten 2010 eine große Sonderausgabe gewidmet hat, genießt der Begriff ›Big Data‹ eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit. Bereits in den Jahrzehnten davor hat sich allerdings eine facettenreiche Debatte um die Computerisierung der Gesellschaft entwickelt und in der aktuellen Diskussion spiegeln sich viele der utopischen bzw. dystopischen Prophetien wider, die seit den 1960er-Jahren mit Massendaten verknüpft wurden. Diese Erwartungsdynamiken möchte ich im Folgenden nachzeichnen, um anschließend die Rolle der Sozialwissenschaften in diesem Diskurs zu beleuchten.

Zum Essay »


SOI Discussion Paper: Social Media, Mass Media and the ›Public Sphere‹

9. Oktober 2016

In der Reihe Stuttgarter Beiträge zur Organisations- und Innovationssoziologie ist ein neues Discussion Paper mit dem Titel »Social Media, Mass Media and the ›Public Sphere‹. Differentiation, Complementarity and Co-existence« (Volltext) erschienen:

media-levels

In modern society, ›the public‹ is inevitably a mediated sphere as only media can bridge its spatial, temporal and topical diversity. While this media has traditionally been mass media (one-to-many), the arrival of the Internet has popularised meso media (many-to-many). In that context, the mediated public sphere has undergone significant changes. On the one hand, media theorists emphasise the enabling characteristics of digital media, hoping for an egalitarian public sphere and an empowerment of media users. On the other hand, critics discuss the regulatory attributes of social media platforms, which allow to preformat and to sanction communication more efficiently than ever before.

This overview paper discusses the generic relationship between social media and mass media from a systems-theoretical point of view. Further, it addresses the question of whether the social web is in fact on the path to democratising the ›public sphere‹.

Zum Text »


Materializing Digital Futures

9. Juni 2016

Ende Mai ist der Sammelband »The Decentralized and Networked Future of Value Creation« erschienen, in dem sich auch der Artikel »Materializing Digital Futures« findet, den ich zusammen mit Sascha Dickel verfasst habe:

Based on two paradigmatic case studies—Web 2.0 and 3D printing—this chapter explores the semantic patterns of popular media utopias and unfolds the thesis that their continuing success is based on their multireferencial compatibility to a broad variety of sociocultural and socioeconomical discurses. Further, we discuss the ambivalences and social functions of utopian concepts in the digital realm.

materializing digital futures

Weiterlesen »


Kommunikation und Partizipation im Social Web

12. April 2016

Inzwischen ist der Studienbrief »Kommunikation und Partizipation im Social Web. Eine Übersicht«, den ich im Jahr 2014 für die Fernuniversität in Hagen verfasst habe, als Autorenversion auch als kostenloser Download verfügbar:

Kommunikation im Social Web

»Das Internet hat als erstes ›Universalmedium der Menschheitsgeschichte‹ (Holland 1997) bereits in den 1990er Jahren eine breite sozialwissenschaftliche Debatte zu seinen soziokulturellen wie -ökonomischen Rückwirkungen angestoßen und das sogenannte ›Web 2.0‹ hat entsprechende Diskussionen ab 2005 weiter befördert.
Mit Blick auf die damit verbundenen, teilweise sehr weitreichenden Zukunftsvorstellungen die Übersicht zu behalten sowie zwischen tatsächlich gegebenen Trends und hochfliegenden Prophetien zu unterscheiden, erscheint allerdings nicht immer einfach […].

Eine kleine Navigationshilfe zur weiteren Beschäftigung mit dem gesellschaftlichen Wandel, der durch die Onlinetechnologien angestoßen worden ist, bietet dieser Studienbrief, der seinen Schwerpunkt auf die langfristigen Transformationsdynamiken legt, die aus den neuen Kommunikationsweisen im Netz resultieren. Der Band will einen kontextorientierten Überblick zum Social Web als soziotechnisches Phänomen vermitteln, das durch das Ineinanderwirken vielfältiger gesellschaftlicher sowie technologischer Einflussfaktoren geprägt ist, und führt Schritt für Schritt in die damit verbundenen Diskurszusammenhänge ein. […]«


Splitter: Kollektivität, Öffentlichkeit, Internet

25. März 2016

Im kommenden Sommersemster führt die Stuttgarter Organisations- und Innovationssoziologie eine Veranstaltungsreihe zum Thema »Kollektivität – Öffentlichkeit – Internet« durch. Mit dabei sind diesmal Sebastian Haunss (Bremen), Marc Mölders (Bielefeld), Simon Teune (Berlin) und Christian Papsdorf (Chemnitz).

Kollektivitaet_Oeffentlichkeit_Internet


Querverweis: »Oszillation 4.0« (Baecker 2016)

12. März 2016

Dem derzeitigen ›4.0‹-Trend folgend hat Dirk Baecker unlängst in seinem lesens- wie diskussionswerten Essay »Oszillation 4.0« (auf dem jungen sozialwissenschaftlichen Nachrichtenportal Soziopolis) die Mediengeschichte neu aufgerollt und – wie der Titel schon sagt – entlang des Begriffs der ›Oszillation‹ in 4 Phasen gegliedert:

oscillate Weiterlesen »