ACTA 2014 kompakt

19. Oktober 2014

Mitte Oktober ist die Allensbacher Computer- und Technikanalyse (ACTA) 2014 erschienen, die zu den wenigen repräsentativen Bevölkerungsumfragen zur Mediennutzung in der BRD zählt, die bereits seit Ende der 1990er Jahre durchgeführt werden. Befragt wurden zwischen April und Juli 2014 rund 8100 Personen ab 14 Jahren (mündlich-persönliche Interviews; Quoten-Auswahlverfahren).

Ausgewählte Teile des Berichtsbandes (z.B. zu ›Mobile Devices‹ und ›Informations- und Mediennutzungsverhalten‹) lassen sich sich auf der ACTA-Seite herunterladen. Einige der diesjährigen Ergebnisse im Online-/Mobile-Kontext:

  • Smartphones: Rund 45 Prozent der Befragten ab 14 Jahren geben an, ein Smartphone zu nutzen. Als Marke des eigenen Smartphones oder Handys wurde dabei zu 11 Prozent Apple, zu 29 Prozent Samsung und noch immer zu 22 Prozent Nokia genannt (das verbleibende gute Drittel nutzt ein Gerät einer anderen Marke). Ca. 70 Prozent nutzen nach eigener Aussage SMS-Dienste, 37 Prozent nutzen WhatsApp, 29 Prozent senden und versenden E-Mails via Smartphone. Rund 3 Prozent lesen darauf E-Mails, 19 Prozent rezipieren Bewegtbildinhalte via Smartphone-Screen und 10 Prozent nutzen inhaltliche Angebote von Zeitungen oder Zeitschriften. 48 Prozent haben einen Laufzeitvertrag mit ihrem Provider abgeschlossen; 40 Prozent nutzen nach eigenen Angaben eine Prepaid-Karte.
  • Tablets: 15 Prozent der Befragten nutzen einen Tablet-Computer zu privaten Zwecken – meist von Apple oder Samsung; 2 Prozent nutzen ein Hybrid-Gerät. Die Nutzungsschwerpunkte liegen nach Selbstauskunft der Befragten dabei vorrangig in den Bereichen E-Mail-Kommunikation, Adress- und Terminverwaltung, E-Books, Informationsabruf, Banking und Spielen. Rund 12 Prozent der Haushalte besitzen einen dezidierten E-Reader (z.B. Amazon Kindle).
  • Mobile Internetnutzung: 44 Prozent der Befragten geben an, mit Smartphone ins Netz zu gehen, 45 Prozent nutzen einen stationären PC und 49 Prozent einen Laptop. Ein Tablet verwenden 16 Prozent. 44 Prozent laden Apps herunter; 16 Prozent auch kostenpflichtige Applikationen.
  • Genutzte Angebote/Inhalte: 18 Prozent geben an, regelmäßig aktuelle Informationen zur Politik im Web abzurufen, für 8  bzw. 7 Prozent gilt das auch für Wirtschafts- bzw. IT-Themen; 18 Prozent betreiben regelmäßig Online-Shopping und 28 Prozent Online-Banking; 21 Prozent informieren sich regelmäßig über das Wetter, 11 Prozent rufen Sportnachrichten häufig ab und 22 Prozent nutzen regelmäßig Nachschlagewerke wie die Wikipedia. Rund 15 Prozent rezipieren TV- oder Filminhalte im Netz und 4 Prozent nutzen Dienste zum zeitversetzten Fernsehen. 5 bis 6 Prozent rezipieren regelmäßig Blogs; rund 2 Prozent lesen Twitter-Beiträge regelmäßig.
  • Aktive Nutzung (Social Web): 23 Prozent geben an, regelmäßig mit anderen Nutzern zu chatten (z.B. via Skype oder Facebook Messenger); 25 Prozent nutzen einen Social-Networking-Dienst regelmäßig ; 1,4 Prozent twittern regelmäßig (3,3 Prozent ab und zu), rund 4 Prozent betreiben ein eigenes Weblog (oder Homepage) mit regelmäßigen Aktualisierungen; weniger als ein Prozent schreibt regelmäßig Kommentare zu journalistischen Artikeln; 2 Prozent machen das im Falle von Weblogs. Ca. 2 Prozent posten regelmäßig Videos auf Youtube o.ä. (ab und zu: 3,5 Prozent). 0,2 Prozent editieren Lexikon-Artikel (ab und zu: 1,1 Prozent). Max. 1 Prozent schreibt regelmäßig Produktbewertungen oder Kritiken zu Medieninhalten.
  • Informationsquellen (tagesaktuelle News): 46 Prozent geben an, sich via die Zeitung über das aktuelle Geschehen zu informieren; 73 nannten das Fernsehen als Quelle, 34 Prozent das Radio und 35 Prozent das Internet.
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