Digital News Report 2016

15. Juni 2016

Der Reuters Institute Digital News Report ist in diesen Tagen erschienen und bietet wie in den Jahren zuvor einen kompakten Überblick zur weltweiten Rezeption von Nachrichtenangeboten und die Nutzung der unterschiedlichen Medienkanäle in der individuellen Versorgung mit tagesaktuellen Informationen.

Die Erhebungsresultate für Deutschland lassen sich als Arbeitspapier des Hans-Bredow-Instituts (Hamburg) in ausführlicher Form abrufen. Einige Kernergebnisse:

  • 94 Prozent der über 18-jährigen Onliner in der BRD nutzen Nachrichten mindestens mehrmals pro Woche (2015: 97 Prozent), gut 84 Prozent mindestens täglich.
  • Das Fernsehen bleibt die wichtigste Quelle für Nachrichten. 78 Prozent der Onliner über 18 Jahre (18–24 Jahre: über 50 Prozent) schauen regelmäßig Nachrichten im TV.
  • Wie 2015 nutzen knapp 60 Prozent der Befragten das Internet für die Rezeption von Nachrichten (Radio: 46 Prozent, Print: 38 Prozent, Social Media: 31 Prozent). 21 Prozent der 18- bis 24-Jährigen beziehen Nachrichten nur aus dem Web.
  • 86 Prozent der Befragten nutzen regelmäßig die Angebote etablierter Rundfunk- oder Print-Anbieter (online oder offline).
  • Jeweils ca. 30 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die Nachrichtenmedien in Deutschland nicht unabhängig von Politik und Wirtschaft seien.
  • Facebook ist unter den sozialen Netzwerken im Web die am häufigsten genutzte Quelle für Nachrichten (27 Prozent). Die Sorge, durch eine personalisierte Nachrichtenauswahl wichtige Informationen oder gegensätzlichen Meinungen zu übersehen, teilen jeweils über 40 Prozent der Befragten.
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