Digitale Methoden: Social-Media-Plattformen
12. Oktober 2026Die vierte Auflage des Handbuchs Methoden der empirischen Sozialforschung (herausgegeben von Nina Baur und Jörg Blasius) ist gerade erschienen – und mit ihm der Beitrag von Jasmin Siri und mir zur sozialwissenschaftlichen Beforschung und Analyse von Social-Media-Plattformen:
»Das Social Web bietet den empirischen Sozialwissenschaften einen gewaltigen Pool an mehr oder minder unkompliziert verfügbaren Daten und Inhalten. Schon aus dieser schieren Disponibilität ergeben sich eine Vielzahl an Herausforderungen – von der Problematik der Datenauswahl über Fragen der Reliabilität bis hin zu Problemen der Repräsentativität und Generalisierbarkeit sowie der Zeitstabilität der Medien selbst. Darüber hinaus resultieren aus der Multiplizität technisch vermittelter Öffentlichkeiten, den vielfältigen Mischformen zwischen privater und öffentlicher Kommunikation im Social Web […], den je nach Plattform divergenten Medienlogiken und der nutzungspraktischen Verschränkung unterschiedlicher Medien- und Kommunikationskanäle eine Vielzahl weiterer Herausforderungen und Problemstellungen in der sozialwissenschaftlichen Datenanalyse, die gerade erst Objekt methodologischer Diskussionen werden. Insbesondere die onlinezentrierte Sozialforschung […] sollte sich dementsprechend bewusst darüber sein, dass ihre Forschungsresultate selbst im Fall einer kundigen methodenpluralen Vorgehensweise […] nicht mehr als eine […] Annäherung an empirische Tatbestände bleiben.«
Der Beitrag diskutiert Anwendungsgebiete der Social-Media-Forschung, Datenquellen, Fragen der Feldbabgrenzung, des Samplings und der Auswertung, methodologische Problemstellungen sowie Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes künstlicher Intelligenz.














