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  • SOI Discussion Paper: Der Wandel des Videomarktes durch Netflix & Co.

    3. Dezember 2014

    In der Reihe Stuttgarter Beiträge zur Organisations- und Innovationssoziologie ist vor einigen Tagen das Discussion Paper »Der Wandel des deutschen Videoverleihmarktes durch Digitalisierung und Internet« (Radig 2015) erschienen, das einen kompakten Überblick über die Entwicklungen im Videomarkt seit den 1970er Jahren bietet.

    Seit seiner Entstehung war der Videoverleihmarkt nur selten durch stabile Phasen gekennzeichnet, da sich seine Kernakteure seit jeher mit Videopiraterie, sich verändernden Trägermedien und einem stetig wachsenden Kaufmarkt auseinandersetzen mussten. Mit dem Auftreten von Video on Demand ist nun allerdings ein weiterer einschneidender Entwicklungsschritt erfolgt: Onlinevideotheken wie Videoload, Maxdome oder zuletzt Netflix treten als neue Wettbewerber in den Markt ein, während klassische Videotheken nach und nach verdrängt werden. Stationäre Anbieter können den neuen Geschäftsmodellen aufgrund hoher Markteintrittsbarrieren kaum etwas entgegensetzen. Der derzeit boomende Onlinevideoverleih wird von neuen und vormals sektorfernen Akteuren wie etwa der Deutschen Telekom, ProSiebenSat.1, Amazon oder Apple dominiert.

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    Tagung: Politisches Handeln in digitalen Öffentlichkeiten — Podcasts

    29. November 2014

    Zur Tagung »Politisches Handeln in digitalen Öffentlichkeiten: Grassroots zwischen Autonomie, Aufschrei und Überwachung« (#doeff14) finden sich nun auf den Seiten des Podcast Kombinats die ersten Aufzeichnungen der Vorträge und Gesprächsrunden.
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    Querverweis: Medienwandel im Überblick

    19. November 2014

    Heinz Bonfadelli gibt in einem aktuellen Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung einen kompakten einführenden Überblick zum langfristigen Wandel der Mediennutzung durch Digitalisierung und Internet. Sein Artikel »Medien und Gesellschaft im Wandel« (mit einigen unkompliziert weiterverwendbaren Grafiken zu den Grundfunktionen von Medien und Journalismus) kommt zu folgendem Schluss:

    »Die Beziehung zwischen dem Internet und den herkömmlichen Formen der politischen Partizipation scheint jedoch eine der Komplementarität […] und nicht eine der Verdrängung zu sein. Hinzu kommt, dass auch das Internet die bestehenden sozialen Ungleichheiten nicht einfach quasi medientechnologisch zu neutralisieren vermag. Letztlich fungieren Medien als Trendverstärker, indem bestehende Ungleichheiten […] nicht eingeebnet, sondern tendenziell verstärkt werden. 

    […] Die neuen interaktiven Möglichkeiten des Internets sind zwar notwendig, aber nicht auch schon hinreichend zur Generierung von mehr politischer Partizipation. Zwar reduziert die Zugänglichkeit zu mehr Information und Kommunikation die Kosten, was Informationssuche und -nutzung anbelangt, und das Social Web erleichtert zweifelsohne die Mobilisierung von Bürgern, aber die neuen digitalen Möglichkeiten werden verstärkt von jenen genutzt, welche politisch sowieso partizipieren und handeln wollen.«


    Kurze Einführung in die Multi-Level Perspective

    18. November 2014

    Seit einigen Jahren findet die maßgeblich durch Frank Geels spezifizierte Multi-Level Perspective in der Innovationsforschung zunehmenden Anklang, gerade auch da sie die unauflösbaren Verflechtungszusammenhänge zwischen technologischen, ökonomischen, politischen und kulturellen Veränderungsprozessen betont. Sie will die großen Linien soziotechnischen Wandels nachzeichnen und in dieser Hinsicht ein universelles Ordnungsraster bieten. Insofern liegt es nahe, diese Sichtweise auch auf den Wandel von Medienstrukturen zu beziehen – zumal evolutionstheoretisch inspirierte Sichtweisen in diesem Bereich seit geraumer Zeit diskutiert werden.

     Mult Level Perspective Concept

    Nachfolgendes Skript bietet einen Überblick über die Grundannahmen der Multi-Level-Perspective und diskutiert ihre Anwendungspotentiale mit Blick auf die Medienentwicklung.
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    SOI Discussion Paper: Märkte und Macht der Internetkonzerne

    30. Oktober 2014

    In der Reihe Stuttgarter Beiträge zur Organisations- und Innovationssoziologie ist ein neues Discussion Paper von Ulrich Dolata erschienen, das einen Überblick zur Marktmacht und Konkurrenz sowie zu den Expansions- und Innovationsstrategien der fünf dominierenden Internetkonzerne (Google, Apple, Amazon, Microsoft, Facebook) gibt:

    Die fünf untersuchten Konzerne prägen nicht nur wesentliche Angebote und Märkte des Internets. Sie regeln als Betreiber der zentralen Infrastrukturen auch die Zugänge zum Netz, strukturieren die Kommunikationsmöglichkeiten der Nutzer und sind wesentliche Treiber des Innovationsprozesses. Nicht Dezentralisierung, Demokratisierung und Kooperation, sondern Konzentration, Kontrolle und Macht sind […] die Schlüsselprozesse und -kategorien, mit denen sich die wesentlichen Entwicklungstendenzen des (kommerziellen) Internets angemessen erfassen lassen.

    Internetkonzerne
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    Splitter: Politisches Handeln in digitalen Öffentlichkeiten

    14. Oktober 2014

    Am 28. und 29. November 2014 wird in Göttingen die Tagung »Politisches Handeln in digitalen Öffentlichkeiten Grassroots zwischen Autonomie, Aufschrei & Überwachung« (Programm als PDF) stattfinden, die u.a. in Kooperation mit der Hans-Böckler- und der Otto-Brenner-Stiftung ausgerichtet wird:

    »Digitale Öffentlichkeiten sind Kristallisationspunkte des Politischen im frühen 21. Jahrhundert. […] In Form wissenschaftlicher Vorträge sowie in flankierenden Praxis-Workshops richten wir mit der Tagung die Aufmerksamkeit auf die theoretische und praktische Erfassung von bottom-up Prozessen des politischen Handelns in digitalen Öffentlichkeiten. Vor allem sollen dabei spezifische Herausforderungen und Relevanzen in diesem Forschungsfeld abgesteckt werden.«

    Nach einer eröffnenden Keynote von Felix Stalder geht es in den einzelnen Panels u.a. um Theoretisierungen, Fallstudien, gegenwärtige Konflikte und forschungsethische Fragen im Kontext netzbasierter Formen politischen Handelns sowie um konkrete Beispiele aus der Praxis (Hacktivism, Darktwitter etc.).


    Metamorphosen der ökologischen Krise – Die NGU auf dem 37. DGS-Kongress in Trier

    1. Oktober 2014

    Die gemeinsame Sektionsveranstaltung der Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie (NGU) und der Sektion Umweltsoziologie auf dem 37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Trier zum Thema »Metamorphosen der ökologischen Krise« wird am Mittwoch, den 8. Oktober, von 14.15 bis 16.45 Uhr in Raum C3 stattfinden. Wir freuen uns auf eine anregende Diskussion mit Beiträgen von Stefan Werland, Birgit Peuker, Marco Sonnberger und Roland Bogun:
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    Kurz notiert: Medien, Internet, Öffentlichkeit @ DGS-Kongress 2014

    1. Oktober 2014

    Die Liste der Plenar-, Sektions-, Ad-Hoc- und Sonderveranstaltungen im Rahmen des 37. DGS-Kongresses in Trier (»Routinen der Krise – Krise der Routinen«) ist lang und deckt mehr oder minder das gesamte Spektrum der soziologischen Forschung ab, wobei die Beobachtungsfelder »Internet«, »Medien« und »Öffentlichkeit« dieses Mal nicht unbedingt im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Nichtsdestoweniger finden sich im Kongressprogramm einige interessante Sessions zu diesen Themen:
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